• Das Photovoltaikmodul
  • Kosten einer Photovoltaikanlage
  • Photovoltaikanlage Installateur

Photovoltaikanlage: Schnell und einfach informiert!

Auf dieser Seite erfahren Sie alles was Sie zu der Planung und Realisierung einer PV-Anlage wissen müssen. Der Fokus liegt dabei auf schnelle, kurze und einfache Informationen, damit Sie sich in aller Kürze über die Wichtigsten Fragen informieren können.

Falls Sie vor haben eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach zu betreiben, sich über die wichtigsten Fragen informieren wollen, ohne dabei ein "Photovoltaik Professor" zu werden, sind Sie hier genau richtig.

Abschließend können Sie sich kostenlos Photovoltaikanlagen anbieten lassen (unverbindlich) und somit diese Seite unterstützen.

Inhaltsverzeichnis von www.photovoltaikanlage.org

  • Der Autor: Patrick Thoma
  • Kann ich eine Photovoltaikanlage betreiben?
  • Was kostet eine Photovoltaikanlage?
  • Lohnt sich das (überhaupt noch)?
  • Soll ich einen Stromspeicher verwenden?
  • Was sagt der Wirkungsgrad aus und ist dieser wichtig?
  • Welches PV-Modul ist das Beste?
  • Poly- oder Monokristallin, welche PV-Modul-Technik ist besser?
  • Leistungs- & Produktgarantien: Welche gibt es und sind diese "etwas wert"?
  • Kann ich eine PV Anlage selbst installieren?
  • Was sollte ich beim Installateur beachten?




  • Der Autor: Patrick Thoma

    Patrick Thoma - Autor von photovoltaikanlage.org Ich habe an der Technischen Universität Erlangen Elektrotechnik mit Schwerpunkt elektrische Energieversorgung/Erneuerbare Energien studiert und arbeite seit 2003 im Bereich der Photovoltaik. Anfangs im Maschinenbau für Produktionsequipment zur Herstellung von Photovoltaikmodulen, dann in der Herstellung von Photovoltaik Modulen sowie bei der Planung und Realisierung von kleinen und mittelgroßen Photovoltaikanlagen.

    Diese Seite soll einen objektiven und weitestgehend werbefreien (abgesehen vom Angebotsvergleich) Überblick über das Thema Photovoltaik für Eigenheimbesitzer liefern. Ich aktualisiere diese Webseite fortlaufend und freue mich über Hinweise und konstruktive Kritik. Wenn Sie Fragen haben, hinterlassen Sie diese bitte in Form eines Kommentars.

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    Kann ich eine Photovoltaikanlage betreiben?

    Zum Betrieb einer Photovoktaikanlage benötigen Sie eine der folgenden Voraussetzungen:

  • Ein Hausdach
  • Ein freies Garagendach
  • Einen Balkon in Richtung Süden, Osten oder Westen

  • Photovoltaik auf dem Hausdach
    Fast alle Hausdächer sind geeignet. Es gibt einige Punkte, die für den Betrieb einer PV Anlage vorteilhaft sind:

    Kann ich eine Photovoltaikanlage betreiben?

  • Ausrichtung nach Süden, Osten oder Westen
  • Möglichst wenig verschattete Fläche (Schornstein, Erker, usw.)
  • Dachbelegung zwischen 15-45 Grad.
  • Den besten Ertrag pro installierten Modul bekommen Sie bei einem nach Süden ausgerichteten Dach ohne Verschattung mit einer Neigung von ca. 30-40 Grad.

    Doch auch wenn nicht alle Punkte optimal sind, ist das kein K.O.-Kriterium:

    Bei einem Flachdach kann man aufständern, bei Verschattung können spezielle Leistungsoptimierer helfen und selbst wenn Ihr Dach nach Osten oder Westen ausgerichtet ist (oder nach beiden Seiten) bringen die Module noch fast genau so viel Ertrag wie ein Süden ausgerichtetes Dach.

    Sollten Sie eine Anlage für den Eigenverbrauch planen (was absolut zu empfehlen ist), dann kann eine Ost-West-Ausrichtung sogar ein Vorteil sein, weil Sie z. B. beide Seiten eines Spitzdaches belegen können und so über den Tag verteilt gleichmäßiger Strom erhalten.

    Photovoltaik auf der Garage oder am Balkon
    Selbst wenn Ihr Dach ungeeignet ist (z. B. nach Nord ausgerichtetes, verschattetes Dach) und somit keinen wirtschaftlicher Betrieb einer PV Anlage zulässt, können Sie auf ihrer Garage mit Flachdach oder sogar auf Ihrem Balkon einzelne Module anbringen. Hier eignen sich dann z. B. so genannte Plug-and-Play-Module die sich einfach in die Steckdose einstecken lassen.

    Fazit:
    Fast jeder kann mit einer Photovoltaikanlage an der Energiewende teilnehmen!




    Was kosten Photovoltaikanlagen?

    Was kostet ein Auto? Genau das kann man bei einer Photovoltaikanlage leider auch nicht pauschal sagen. Trotzdem will ich einen groben Wert nennen, in dessen Rahmen sich voll (fremd)installierte Photovoltaikanlagen bewegen:

    Kosten einer Photovoltaikanlage Photovoltaikanlagen werden pro Leistung berechnet, die Maßeinheit lautet hier kWp. Ein kWp kostet Sie ca. 1.500 EUR (Stand Januar 2014). Je nach Größe und Begebenheiten sowie der verwendeten Komponenten kann dieser Betrag um bis zu 20 % nach oben oder unten abweichen.

    Folgende Punkte verringern / erhöhen den Preis:
  • Große / kleine Anlage
  • Made in China / Made in Germany
  • Ausländischer / deutscher Installateur
  • Eine durchschnittliche Hausdachanlage mit z. B. 5 kWp kostet Sie zwischen 1.200 und 1.800 EUR / kWp, also ca. 6.000 bis 9.000 EUR.



  • Lohnt sich eine Photovoltaikanlage überhaupt noch?

    Andauernd hört man von der Verringerung der Einspeisevergütung. Da liegt die Frage nahe, ob der beste Zeitpunkt für eine Anlage schon vorbei ist?

    Fakt ist, dass eine Anlage rein mit dem Ziel, den erzeugten Strom in das Stromnetz einzuspeisen immer unrentabler wird. Je größer eine Anlage, umso geringer wird die Vergütung durch das EEG. Aus diesem Grund lohnen sich große Anlagen zur Einspeisung auf z. B. Freiflächen kaum noch.

    Nachfolgend will ich eine kleine Überschlagsrechnung aufstellen, um abzuschätzen, ob sich die Einspeisung auf einem Hausdach überhaupt noch lohnen kann.

    Achtung an alle Mathematik-Spezialisten: In der Rechnung sind keine Zinsen beinhaltet, es geht nicht darum eine exakte Rendite zu berechnen, sondern darum ein Gefühl zu erhalten, wie sich die Verhältnisse von Einnahmen und Ausgaben darstellen.

    Annahmen für die Berechnung der Rentabilität:
  • 930 kWh / Jahr und kWp durchschnittlicher Ertrag
  • 0,12 EUR Einspeisevergütung pro kWh
  • 20 Jahre Laufzeit
  • 1.500 EUR Invest / kWp

  • Photovoltaik Strom Kosten:
    Kosten des selbst erzeugten Stroms (ohne Zinsen!): 1.500 EUR / (930 kWh/Jahr * 20 Jahre) = 0,081 EUR/kWh

    Der selbst erzeugte Strom kostet Sie also etwas mehr als 0,08 Cent / kWh. Demgegenüber stehen ca. 12 Cent (zum Stand Januar 2014 noch mehr als 13 Cent, aber ich will diese Rechnung nicht jeden Monat neu einstellen) die Sie pro eingespeiste kWh bekommen.

    Lohnt sich eine PV Anlage noch? Auch beim Einrechnen der Zinsen bleibt somit über 20 Jahre gesehen mehr Ertrag übrig als Sie in die Anlage investiert haben und damit "rechnet" sich diese, wenn auch nicht wirklich "gut".

    Beim Eigenverbrauch verwenden Sie den Strom einfach selbst und sparen sich somit den Betrag, den Sie für die kWh eigentlich an Ihren Stromkonzern bezahlen müssten.

    Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte liegt bei ca. 28 Cent / kWh. Hiervon muss die MwSt. abgezogen werden, denn die müssen Sie an das Finanzamt abführen, es bleiben also 23,53 Cent.

    Man muss kein Mathematiker sein um zu erkennen, dass 23 deutlich mehr ist als 8!

    Fazit:
    Anlagen auf Freiflächen, bei denen eine Einspeisevergütung von ca. 10 Cent oder weniger bezahlt wird, lohnen sich nicht mehr, Anlagen auf Hausdächern für die reine Einspeisung (ca. 12 Cent Einspeisevergütung) lohnen sich, sind aber nicht gerade ein Invest, den man der Rendite wegen machen sollte, der Zug ist hier faktisch abgefahren.

    Richtig lohnenswert ist der Verbrauch des Stroms direkt (Eigenverbrauch). Wenn Sie also ein privates Hausdach haben und den Strom ganz oder teilweise selbst verbrauchen können, sollten Sie das tun.

    Hinweis aus aktuellem Anlass: Wie jedes Jahr versucht die Politik auch dieses Jahr die großen Energiekonzerne zu schätzen und Ihnen den Umstieg auf die eigene Stromversorgung schwer zu machen. Die Kürzung der Einspeisetarife interessieren hierbei kaum mehr einen Privatmann, warum, können Sie einen Absatz weiter oben erkennen. Jetzt aber versucht die Politik, diejenigen zu bestrafen, die genau das tun, was sie nach Aussage der Politik eigentlich tun sollten: Den Strom selbst verbrauchen.

    Es ist eine "Beteiligung an der EEG Umlage" im Gespräch (Persönliche Meinung von mir: Diese ist in etwa so sinnvoll wie eine Autobahnvignetten-Ersatz-Gebühr für alle, die die Autobahn nicht benutzen). Lassen Sie sich nicht abschrecken!

    Selbst wenn man die im Raum stehenden 5 Cent abzieht, dann ist 23-5 = 18 Cent immer noch deutlich mehr als 8 Cent die Ihnen der Strom kostet.

    Da ich davon ausgehe, dass der Strompreis weiter steigen wird und dass eine gute Anlage deutlich länger als 20 Jahre hält (die 8 Cent sind auf 20 Jahre gerechnet) lohnt sich der Eigenverbrauch, egal was sich die EON / RWE / Vattenfall - Politiker auch einfallen lassen werden.




    Soll ich für meine Photovoltaikanlage einen Stromspeicher kaufen?

    Wie wir in einem Kapitel weiter oben berechnet haben, kommt es auf den Eigenverbrauch an. Es gibt mehrere Möglichkeiten. diesen besonders hoch ausfallen zu lassen:

    Photovoltaikanlage mit Stromspeicher

  • Die PV Anlage relativ klein zu bemessen und an den eigenen Stromverbrauch anzupassen
  • Den Stromverbrauch an die Verfügbarkeit des PV Stroms anzupassen
  • Mit einem Speicher den Strom auch dann zu verwenden, wenn die Sonne gerade nicht scheint.
  • Dieses Thema will ich relativ kurz behandeln. Zwar werden Ihnen viele Installateure einen Speicher verkaufen wollen, weil die Margen beim Verkauf einer PV Anlage mittlerweile nahe Null gehen, es gibt auch Berechnungen, dass sich der Invest lohnt, allerdings muss man es immer im Vergleich sehen.

    Natürlich lohnt sich ein Speicher irgendwann, eine Anlage ohne Speicher lohnt sich aber besser und schneller. Daher rate ich Ihnen aktuell (noch) von einem Speicher ab. Die Entwicklung ist gerade erst am Anfang und die Preise werden fallen, Sie können sich später immer noch einen Speicher zukaufen.




    Was sagt der Wirkungsgrad aus und ist dieser wichtig?

    Der Wirkungsgrad sagt aus, wie viel Watt an Leistung Sie auf eine bestimmte Fläche bekommen. Entgegen vieler Darstellungen und Meinungen sagt der Wirkungsgrad nichts darüber aus, wie gut ein Modul läuft, sprich, wie viel Ertrag Sie pro installiertem Watt bekommen.

    Ein Modul mit einem hohen Wirkungsgrad hat einzig und alleine eine höhere Wattleistung bei gleichem Flächenverbrauch.

    Das "mehr an Watt" müssen Sie genau so bezahlen, Sie sparen sich also nichts dabei. Im Gegenteil, in fast allen Fällen kosten Module mit sehr hohen Wirkungsgraden mehr als "normale" Module und zwar überproportional.

    Der Wirkungsgrad einer Photovoltaikanlage

    Beispiel:
    Modul A hat 240 Watt
    Modul B bei gleicher Größe 300 Watt

    Bei Modul B zahlen Sie nicht nur die 60 Watt mehr, die Sie erhalten, sondern in den meisten aller Fälle noch einen zusätzlichen Aufpreis der über den Mehrwert hinaus geht.

    Trotzdem kann ein hoher Wirkungsgrad wichtig sein, z. B. dann, wenn Sie versuchen, so viel PV Leistung auf Ihr Dach zu bekommen wie es nur geht, sprich wenn Ihr Dach eigentlich zu klein ist für die Anlage die Sie gerne hätten. Dann kommt es auf einen möglichst hohen Wirkungsgrad an, um die vorhandene Fläche so effizient wie möglich zu nutzen.

    Haben Sie dagegen vor, eine kleine Anlage für den Eigenverbrauch zu installieren und wollen womöglich sogar Teile der verfügbaren Fläche frei lassen, dann sollten Sie sogar nach Modulen mit niedrigem Wirkungsgrad fragen. Diese sind häufig günstiger und machen ihre Arbeit genau so zuverlässig.




    Welches Photovoltaikmodul ist das Beste?

    Egal was Ihnen die Verkäufer versuchen zu erzählen, "das beste Modul" gibt es nicht. Es gibt immer nur das Modul das am besten zu ihren Bedürfnissen passt.

    Was Ihre Bedürfnisse sind, oder was Sie mit Ihrer PV-Anlage erreichen wollen, sollten Sie sich daher vorab überlegen:

    Welches PV Modul ist das Beste?

  • Wollen Sie Ihr viel zu kleines Dach mit möglichst viel Leistung bestücken? Dann ist das Modul das beste, das den höchsten Wirkungsgrad aufweist.
  • Soll Ihr Dach möglichst homogen aussehen und Sie legen viel Wert auf eine harmonische Optik? Dann ist evtl. ein komplett schwarzes Modul die beste Variante.
  • Sie wollen eine kleine Anlage haben, bei der Sie möglichst viel Strom selbst verbrauchen? Dann nehmen Sie Module mit niedrigem Wirkungsgrad und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Sie bestehen auf einem Modul, das in Deutschland hergestellt wird? Dann erkundigen Sie sich bei welchem Modul Zelle UND Modul in Deutschland produziert wird und wählen Sie davon das "beste" aus.
  • Ihnen reicht ein deutscher Hersteller der auch im Ausland fertigt? Dann sollten Sie nicht mehr für ein reines "Made in Germany" bezahlen.
  • Für Sie ist einzig und alleine der Preis entscheidend? Dann ist für Sie die billigste Anlage die "Beste".
  • Das sind alles nur Beispiele, was Ihre Bedürfnisse sein könnten. Setzen Sie Ihre Rahmenbedingungen selbst und suchen Sie Ihr Produkt nach diesen aus.




    Polykristallin oder monokristallin?

    An diesem Thema scheiden sich die Geister! Häufig ist es genau das Thema, das an Stammtischen am meisten diskutiert wird. Es gibt viele Mythen darüber, welche Technologie die bessere ist und warum.

    Meine Antwort wird Sie vielleicht enttäuschen: Für Sie ist es in der Regel vollkommen egal, ob Sie ein Monomodul oder Polymodul kaufen, Sie werden keine Unterschiede feststellen.

    PV Module - Polykristallin oder Monokristallin? Trotzdem will ich in aller Kürze auf die wichtigsten Punkte eingehen:

  • Die Farbe: Mono ist schwarz, Poly ist blau. Falls Ihnen blau besser gefällt als schwarz oder umgekehrt, dann kann das ein Grund sein um eine bestimmte Technik zu bevorzugen.
  • Mono ist nicht komplett quadratisch, sondern hat abgerundete Ecken. Poly ist komplett quadratisch. Wenn Ihnen die weißen Flecken auf dem Modul stören (der Bereich an den Ecken bei Monos an dem die weiße Rückseite durchscheint), dann kann auch das ein Grund sein.
  • Wenn Sie auf den Preis achten ohne an der Qualität Abstriche machen zu wollen, dann kann Poly die richtige Technik sein, denn Polymodule sind meist etwas günstiger pro Watt als Monomodule.
  • Photovoltaikmodule mit monokristallinen Zellen haben in den meisten Fällen einen etwas höheren Wirkungsgrad. Wollen Sie also Module mit besonders hohen Wattklassen, dann fahren Sie in der Regel mit Mono-Zellen am besten.
  • Das Wichtigste aber: Am Ertrag werden Sie keinen Unterschied erkennen. Wenn Ihnen die obigen Punkte egal sind, dann kann Ihnen auch egal sein, welche kristalline Technik in Ihren Modulen steckt.




  • Leistungsgarantien, Produktgarantien, Rückversicherungen: Welche Garantien gibt es und sind diese "etwas wert"?

    Es werden verschiedene Garantien auf dem Markt angeboten, hier werde ich in Kürze auf die Wichtigsten eingehen.

    Leistungsgarantie
    Sichert Ihnen zu, dass das Modul nach einer bestimmten Zeit noch ein Minimum an Leistung bringt. Häufig wird die Leistungsgarantie wie folgt gestaffelt: 90 % in den ersten 10 Jahren und 80 % in den Jahren von 10-20.

    Das heißt, dass ein Modul mit 200 Watt Ausgangsleistung nach 18 Jahren noch mindestens 80 % seiner Leistungsfähigkeit bringen muss, was 160 W entspricht. Bringt es diese Leistung nicht mehr, dann ist es ein Garantiefall.

    Produktgarantie
    Sichert Ihnen zu, dass das Produkt frei von Mängeln ist.

    Ein einfaches Beispiel: Wenn Sie ein Modul haben, das nach 6 Jahren komplett gelb wird (und ästhetisch nicht mehr gut aussieht) aber noch mehr als 90 % seiner Ausgangsleistung bringt, dann ist es kein Garantiefall für die Leistungsgarantie. Da aber das Modul blau-weiß gekauft wurde und nicht blau-gelb, ist es ein Produktmangel und daher ein Fall für die Produktgarantie.

    Rückversicherung
    Oft wird eine Rückversicherung der Garantien als eine Art Sicherheit angeboten, die einem Garantieversprechen Nachdruck verleihen sollen. Eine Rückversicherung ist ein Versprechen einer Versicherung, dass diese die Garantie einlöst anstelle des Produzenten.

    Was bringt Ihnen das?
    Die wichtigste Frage ist die, was diese Garantien am Ende wert sind. Hier kann ich Ihnen nur meine persönliche Meinung geben:

    Eine Produktgarantie ist besser als eine Leistungsgarantie, weil sie einfacher zu beweisen ist. Wenn allerdings der Produzent in der Zwischenzeit Pleite gegangen ist, bringt Ihnen die Garantie überhaupt nichts mehr.

    Die Garantie für Photovoltaikanlagen Trotzdem ist es besser eine umfangreiche Garantie zu haben, denn für den Fall, dass ein Garantiefall eintritt und dass der Produzent solvent ist, haben Sie Anspruch auf Austausch.

    Dann stellt sich noch die Frage was Ihnen eine Rückversicherung bringt? Auch hier meine Meinung: in den meisten Fällen gar nichts!

    Geht der Produzent Pleite, erlischt meist auch der Versicherungsschutz, denn ohne Versicherungsnehmer keine Versicherung mehr. Zudem habe ich mir mal angesehen, wann überhaupt solche Versicherungen zahlen und bin auch da zu einem sehr ernüchternden Ergebnis gekommen:

    Immer dann, wenn der Fehler gering ist und nicht die gesamte Produktion betroffen ist - also immer dann wenn es ein Einzelfall ist und der Produzent sich den Austausch locker leisten könnte - dann zahlt die Versicherung. Dann aber, wenn es existenzbedrohend wird, z. B. weil eine komplette Jahresproduktion betroffen ist, zahlt die Versicherung oftmals nicht mehr.

    Daher mein Fazit: Wenn Ihnen die Rückversicherung umsonst angeboten wird, dann nehmen Sie diese gerne mit, sollen Sie dafür bezahlen oder soll damit ein Mehrpreis in Kauf genommen werden, dann verzichten Sie darauf.

    Auch wenn sie dazu dienen sollte Ihr fehlendes Vertrauen in das Produkt zu kompensieren, sollten Sie lieber auf Ihren Bauch hören.

    Die beste Garantie ist ein Produkt, von dem Sie überzeugt sind und das überhaupt nicht ausfällt.




    Kann ich eine Photovoltaikanlage selbst installieren?

    Ja das können Sie. Hierfür reicht das bloße Durchlesen dieser Webseite aber garantiert nicht aus.

    Photovoltaikanlagen selbst installieren?
    Auf jeden Fall sollten Sie handwerkliches Geschick besitzen und im Internet nach Montageanleitungen suchen.

    Ich selbst habe bereits eine Anlage installiert. Sie benötigen dazu mindestens zwei Personen, besser Sie sind zu dritt. Sie brauchen ein Gerüst und ein Montage-Komplettpaket mit allen Schrauben, Schienen usw.

    Spätestens beim Anschluss an den Wechselrichter sollten Sie aber einen Elektriker mit einbeziehen, für den Anschluss an das Netz benötigen Sie sogar einen Elektriker, der dafür eine Lizenz besitzt. Bei der Eigeninstallation können Sie sehr viel Geld sparen, da die Arbeitszeit mittlerweile einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten hat. Trotzdem sollten Sie sich genau überlegen, ob Sie sich diese Installation auch zutrauen und ohne sich umfangreich zum Thema Installation zu informieren sollten Sie erst gar nicht damit anfangen.




    Was sollte ich beim Installateur beachten (wenn ich nicht selbst installiere)?

    Auch beim Installateur sollten Sie genau prüfen, für wen Sie sich entscheiden. Viele Installateure haben aufgrund des Preiskampfes viel am Service gespart. Manche sparen sogar an der Arbeitssicherheit und bauen z. B. kein Gerüst auf. Dies betrifft aber auch Sie für den Fall, dass jemand die Baustelle meldet. Im schlimmsten Fall kann die Baustelle geschlossen werden und Ihre Anlage kann nicht rechtzeitig ans Netz gehen.

    Was sollte ich beim Installateur einer PV-Anlage beachten? Als erstes sollten Sie sich also darüber informieren, ob der Installateur auch alle gesetzlichen Normen einhält.

    Als nächstes sollten Sie sich überlegen, was Ihnen wichtig ist:

  • wollen Sie deutsche Installateure?
  • oder ist Ihnen auch ein ausländisches Installationsteam recht?
  • legen Sie Wert darauf, dass Sie auch lange nach der Installation noch Service erhalten? Falls ja, dann sollten Sie eine Firma suchen, die es schon lange gibt und die es aller Voraussicht nach auch noch in Zukunft geben wird.
  • Je mehr Einschränkungen Sie machen umso höher wird in der Regel auch der Preis ausfallen.

    Weitere Tipps:
  • Achten Sie darauf, dass auch alle Leistungsmerkmale im Angebot schriftlich vermerkt werden. Nur dann können Sie diese im Fall der Fälle einfordern.
  • Lassen Sie sich die Anlage komplett anbieten, mit allen Anschlüssen bis Sie die Anlage auch betreiben dürfen. Einige weniger seriöse Anbieter bieten nur bis zum Wechselrichter an, d. h. der Anschluss an das Netz muss teuer selbst bezahlt werden. So kann ein vermeintliches Schnäppchen sehr schnell zur teuren Mogelpackung werden.